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Haben Sie schon mal daran gedacht, Erwachsenenliteratur zu schreiben?

Man soll ja nie nie sagen. Ich denke aber, dass ich der Kinder- und Jugendliteratur treu bleiben werde. Das liegt sicher daran, dass mich die Bücher meiner Kindheit weit mehr geprägt haben, als alles, was ich später gelesen habe. Da ich auch umfangreichere Romane schreibe, die sich sprachlich von den Büchern für jüngere Kinder unterscheiden, fühlen sich häufig auch Erwachsene angesprochen. Ich selbst lese – nicht nur aus beruflichen Gründen – häufig Jugendliteratur. Dieses Overcross-Reading der Generationen ist ja heute so verbreitet, dass ein und dasselbe Buch manchmal mit zwei unterschiedlichen Cover-Versionen herauskommt, um junge und ältere Leser gleichermaßen zu erreichen. Was die Sprache angeht, will ich damit aber keinesfalls sagen, dass es für jüngere Kinder auch eine weniger anspruchsvolle Sprache tut. Es ist nur eine andere Form des Ausdrucks. Besonders liebe ich die kurze Form des Bilderbuchs, da feile ich so lange, bis jedes Wort an seinem Platz steht, die richtige Farbe und Melodie hat. Nach langen epischen Texten ist das eine ausgezeichnete Übung, zu fokussieren

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und trotzdem eine klingende Geschichte zu erzählen. – Und ich liebe den Reim! Für den Bayerischen Rundfunk schreibe ich mit großem Vergnügen lustig-schräge Reimgeschichten.

Worum geht es Ihnen beim Schreiben?

Um gute Unterhaltung, aber auch darum, meine jungen Leser zu berühren, sie zum Lachen, Nachdenken und Träumen zu bringen. Darum, ihnen in jedem Buch Raum zu geben, in dem sie sich wiederfinden und in dem sie wachsen können. Ihnen etwas zu geben, das sie bewahren, wenn sie später erwachsen sind: Humor, Werte, Hoffnung, Selbstvertrauen … – So, wie die verborgenen Schätze in meinen Büchern mich bereichert haben.

Was ist für Sie das Geheimnis beim Schreiben?

Es gibt ein Geheimnis und dem komme ich von Buch zu Buch näher. Ich möchte die Frage gern mit einem Zitat von Yasmina Reza beantworten, denn besser kann man es, wie ich finde, nicht ausdrücken.

„In Bühnendialogen oder ganz allgemein in der Literatur wird das deutlich sichtbar:

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