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Ich investierte also in Kopien und Porto und sandte das hoffnungsvolle Manuskript an unzählige Verlage. Und raten Sie was passierte?

NICHTS!

Sie kennen diese amerikanischen Filme, in denen ein Autor voller Erwartung zum Briefkasten stürzt, und dann gesenkten Hauptes über einen kieselknirschenden Gartenweg zurück zu seinem weißgestrichenes Häuschen mit Veranda schleicht. Bis – ja bis dann eines Tages doch der ersehnte Brief vom Verlag kommt, dem natürlich gleich ein dicker Scheck beigelegt ist. Und selbstverständlich ist das der Start unseres Autors zum Bestseller-Lieferanten.

VERGESSEN SIE’S! – Das ist Hollywood!

Nichts ist meist die traurige Realität.
Für gewöhnlich passiert bei unaufgefordert eingeschickten Manuskripten überhaupt nichts. Mit ein wenig Glück bekommt man ein Formblatt mit einer mehr oder weniger erbaulichen Absage. Selten erhält man sogar das Manuskript zurück. Und noch erheblich seltener wird eine Volontärin mit zwei Wochen Berufserfahrung an solche Texte gesetzt – die dann eine etwas persönlichere Ablehnung formuliert. Mir blieb das zum Glück erspart.

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Heute, um Jahre schlauer, ist mir klar, dass Verlage in waschkorbweise zugesandten literarischen Ergüssen ertrinken. Im Zeitalter der Textverarbeitung fühlen sich viele Zeitgenossen zu schriftlicher Artikulation berufen – leider auch die etwas weniger auserwählten. Verlage haben schlichtweg nicht genügend Personal, Spreu von Weizen zu trennen.
In meinem konkreten Fall war es so, dass nach einigen Monaten erste Formabsagen kamen, einige Verlage meldeten sich überhaupt nicht.
Damals dachte ich, dass die Wahrscheinlichkeit einen Verlag zu finden, deutlich kleiner sein müsse, als die, vom Blitz erschlagen zu werden.

Nach Monaten herber Enttäuschung erhob ich mein gesenktes Haupt wieder und sah überhaupt nicht mehr in den Briefkasten, was den Vorteil hatte, dass mir auf diese Weise auch einige unerfreuliche Sendungen durch die Lappen gingen.

Ja, aber wie haben Sie es denn dann doch noch geschafft?

Durch die Hilfe von Meister Zufall – auf den ich übrigens große Stücke halte. Bei einem kleinen Ausflug ins Internet entdeckte ich die Seite www.romansuche.de. Die sehr rührige Webmasterin Heike Prassel, die

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