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Nichts ist meist die traurige Realität.
Für gewöhnlich passiert bei unaufgefordert eingeschickten Manuskripten überhaupt nichts. Mit ein wenig Glück bekommt man ein Formblatt mit einer mehr oder weniger erbaulichen Absage. Selten erhält man sogar das Manuskript zurück. Und noch erheblich seltener wird eine Volontärin mit zwei Wochen Berufserfahrung an solche Texte gesetzt – die dann eine etwas persönlichere Ablehnung formuliert. Mir blieb das zum Glück erspart.

Heute, um Jahre schlauer, ist mir klar, dass Verlage in unangeforderten literarischen Ergüssen ertrinken. Im Zeitalter der Textverarbeitung fühlen sich viele Zeitgenossen zu schriftlicher Artikulation berufen – bisweilen auch die etwas weniger auserwählten. Verlage haben schlichtweg nicht genügend Personal, Spreu von Weizen zu trennen.
In meinem konkreten Fall war es so, dass nach einigen Monaten erste Formabsagen kamen, einige Verlage meldeten sich überhaupt nicht.
Damals dachte ich, dass die Wahrscheinlichkeit einen Verlag zu finden, deutlich kleiner sein müsse, als die, vom Blitz erschlagen zu werden.

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Nach Monaten herber Enttäuschung erhob ich mein gesenktes Haupt wieder und sah überhaupt nicht mehr in den Briefkasten, was den Vorteil hatte, dass mir auf diese Weise auch einige unerfreuliche Sendungen durch die Lappen gingen.

Ja, aber wie haben Sie es denn dann doch noch geschafft?

Durch die Hilfe von Meister Zufall – auf den ich übrigens große Stücke halte. Bei einem kleinen Ausflug ins Internet entdeckte ich die Seite www.romansuche.de. Die sehr rührige Webmasterin Heike Prassel, die selbst Autorin ist, stellte hier Webspace für unveröffentlichte Manuskripte, genau genommen für Exposés und Leseproben, zur Verfügung. Die Seite war damals noch in den Anfängen und ich war die erste Kinderbuchautorin, die dort auftrat. Und wieder war es Zufall, dass etwa ein halbes Jahr später die Kinderbuchlektorin eines renommierten Verlags den Weg dorthin fand, und mein Manuskript für interessant hielt.
So kam es, dass mein erstes Buch „schon“ nach etwa zwei Jahren tatsächlich gedruckt wurde. Geduld muss man als Neu-Autor schon haben!

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