Inhalt Kurzbeschreibungen, Leseprobe Fragen und Antworten Fragen und Antworten Download von Texten und Liedern Interessantes für Eltern, Lehrer und Erzieher Kontaktformular und Impressum

Und wie kamen Sie zum Schreiben?

Vorher möchte ich gefragt werden, woher ich die Ideen nehme.

Man sagt, ich sei ein fantasiebegabtes Kind gewesen und das bin ich immer noch – auch Kind – das muss sein, wenn man für Kinder schreibt. Ich nenne es die Kinderseele, die auch in meiner Brust wohnt – ach!
Tatsächlich lebte ich während meiner Kindheit in einer animierten Welt, in der banale Gegenstände täglicher Verrichtungen, wie Zahnbürste, Gabel oder Kamm ein reges Innenleben führten und wahre Dramen miteinander durchlebten. Vielleicht inspirierten mich dazu auch die Märchen von Hans Christian Anderson, die ich immer noch heiß liebe. Vor dem Einschlafen dachte ich mir selbst Gutenacht-Geschichten aus. – Das mache ich manchmal heute noch. Wenn sich die Wirklichkeit im Traum verliert, habe ich oft die besten Einfälle. Die Idee zu meinem ersten Kinderroman habe ich tatsächlich geträumt. Deshalb liegen auch stets Block und Bleistift neben meinem Bett. Schriftsteller haben ja immer Angst, dass ihre „wertvollen“ Gedanken verloren gehen könnten – was erfahrungsgemäß auch geschieht, wenn man sie nicht konserviert.

<-

Buch- oder Figurenideen entstehen aber auch tagsüber in den unterschiedlichsten Situationen, inspiriert durch eine Begegnung, einen Gegenstand, einen Namen, ein Wort, …

Aber jetzt erzählen Sie doch! Wie kamen Sie denn nun zum Schreiben?

Geschrieben habe ich von klein auf. Ehe ich die Buchstaben kannte, zeichnete ich meine Geschichten. Mein geduldiger Vater musste dann die Kopffüßlercomics nach meinem Diktat beschriften. Leider sind diese „wertvollen“ Zeugnisse im Schredder der Vergänglichkeit gelandet.

Als ich dann endlich selbst schreiben konnte, kritzelte ich ganze Schulhefte mit selbst ausgedachten Märchen voll, in denen immer ein Prinz und eine Prinzessin vorkamen, vor allem eine Prinzessin. Dabei war ich kompromisslos auf ein Happy End abonniert. – Und sie lebten glücklich bis an ihr Ende … Ich mag es bis heute nicht, wenn ein Roman schlecht ausgeht. Zumindest ein Licht am Horizont muss zu sehen sein, sonst bin ich deprimiert. Deshalb gehöre ich zu denen, die immer zuerst die letzten Seiten lesen, bevor sie über ein Buch herfallen.

->