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©2005 Brigitte Endres

Fragen und Antworten über den Werdegang von Brigitte Endres

Wollten Sie immer schon Schriftstellerin werden?

Mein erster Berufswunsch – da war ich drei – war Straßenbahnschaffnerin. Erstens, weil ich für mein Leben gern Tram fuhr, zweitens, weil mir die schnieke Uniform imponierte und drittens: Ich war überzeugt, dass die Schaffnerin das Geld, mit dem sie so routiniert den Münzsortierer fütterte, mit nach Hause nehmen durfte. Als ich dann in etwas reiferem Alter dahinter kam, dass sie die Klimperware allesamt abgeben musste, verlor dieser Beruf schlagartig seine Anziehungskraft. Zum Glück angesichts der – damals noch gar nicht absehbaren – Rationalisierungsmaßnahmen der Stadtwerke.

Also disponierte ich um und entschied mich bereits in zartem Jugendalter, in die Fußstapfen meiner Vorfahren zu treten, und das hieß, mich der Pädagogik zu widmen.
Bei uns in der Familie gehen die Lehrer mütterlicherseits bis zum Dreißigjährigen Krieg zurück. Meine Eltern waren beide Lehrer und meine Mutter nahm mich oft in ihre Dorfschulklasse mit, wenn mein Kindermädchen frei hatte. Damals sprachen die Kinder eine Lehrerin noch mit Fräulein an, genau genommen: Frollein. Das beeindruckte mich so tief, dass ich meine Mutter von da an auch nur noch Frollein nannte.

Diesem Berufswunsch blieb ich auch tatsächlich treu und studierte nach dem Abitur in München für das Lehramt an Grundschulen. Anschließend ergänzte ich dieses Studium noch mit Geschichte und Germanistik. Allerdings übte ich den Lehrerberuf erst Jahre später aus, da mir ein Mann, ein Haus und zwei Kinder dazwischenkamen.

Damit ist die eingangs gestellte Frage eigentlich beantwortet. Nein, ich wollte nicht schon immer Schriftstellerin werden. Aber jetzt will ich nichts anderes mehr sein!


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